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Fédération des Lycées à Section Bilingue Franco-allemande en Allemagne
Zweisprachig (bilingual) deutsch-französischer Unterricht findet in Deutschland in mehreren Schulformen statt, hat aber in der Ausprägung eines "bilingualen Bildungsgangs" bislang nur an Gymnasien eine größere Verbreitung gefunden.
Zur Förderung dieses wesentlichen Elements der europäischen Integration wurde in Deutschland vom jetzigen Vorsitzenden 1975 die Arbeitsgemeinschaft der Gymnasien mit zweisprachig deutsch-französischem Zug in Deutschland ("Arbeitsgemeinschaft") gegründet; in ihr sind alle Lehrpersonen und Schulleitungen von z.Zt. 78 Schulen eingeladen, unter der Leitung eines gewählten Vorsitzenden zusammenzuarbeiten. Die Arbeitsgemeinschaft ist durch gewählte Koordinatorinnen und Koordinatoren in den einzelnen Bundesländern vertreten und richtet für unterschiedliche Aufgaben Arbeitskreise ein. Sie hat darauf hingewirkt, dass 1987 die Elternvereinigung der Gymnasien mit zweisprachig deutsch-französischem Zug in Deutschland ("Elternvereinigung") und 1990 der Verein der Freunde und Förderer der Gymnasien mit zweisprachig deutsch-französischem Zug e.V. ("Förderverein") gegründet wurden. Die drei Vereinigungen arbeiten eng zusammen.
Mitglieder sind im Wesentlichen Lehrpersonen und Schulleitungen, die an der Zusammenarbeit interessiert sind und an den verschiedenen Aktivitäten teilnehmen. Ein Mitgliedsbeitrag wird nicht erhoben. Weil die einzelnen Schulen in Bezug auf die Arbeitsgemeinschaft autonom sind, trägt sie in der französischen Version ihres Namens die Bezeichnung Fédération.
U.a. durch die Aktivitäten der "Arbeitsgemeinschaft" hat der bilingual deutsch-französische Bildungsgang in fast allen Bundesländern eine bemerkenswerte Entwicklung genommen.
Die Arbeitsgemeinschaft ist auf folgenden Gebieten aktiv:
Grundlagenarbeit
- Bundesländerübergreifender Erfahrungsaustausch mit dem Ziel der Kooperation im Rahmen des deutschen Modells" bilingualen Lernens - so genannt auf einem gemeinsam von der EG-Kommission und dem Europarat durchgeführten Expertentreffen 1990 in Namur
- Konzeption und Evaluation von Modellen bilingualen Lehrens und Lernens (Ziele, Art und Anzahl der bilingualen Sachfächer, Leistungsbewertung, Organisationsformen, Mehrsprachigkeit, Curricula u.v.a.m.)
- Entwicklung von Unterrichtsmodellen für die bilingualen Sachfächer
Unterrichtsmaterialien
- Sichtung und Bewertung von französisch- und deutschsprachigen Unterrichtsmaterialien
- Entwicklung und Veröffentlichung von Unterrichtsmaterialien für die bilingualen Sachfächer in Deutschland (Klett) und - durch einen gemeinsamen deutsch-französischen Arbeitskreis - in Frankreich (CRDP Nancy-Metz)
Deutsch-französische Schülertreffen
- Veranstaltung von bisher vier einwöchigen deutsch-französischen Schülertreffen von 800 - 1500 Teilnehmenden, bei denen Gruppen von Schülerinnen und Schülern mit ihren Lehrpersonen zu deutsch-französischer Projektarbeit zusammenkommen. Schirmherren waren u.a. die Ministerpräsidenten Späth und Lafontaine, die Außenminister Genscher, Kinkel und Védrine, Bundeskanzler Kohl und die Präsidenten von Weizsäcker und Mitterrand. Die 5. Veranstaltung dieser Art, das "Leipziger Treffen 2001", findet vom 17.-22. September 2001 statt.
Kommunikation und Beratung
- Information und Beratung von Schulbehörden, Schulleitern und Eltern bei der Gründung und Weiterentwicklung von bilingual deutsch-französischen Zügen und über die Vergabe von qualifizierten Abschlüssen
- Ansprechpartner für Institutionen in Deutschland und in den Ländern der Frankophonie zum bilingualen Lehren und Lernen mit Französisch bzw. Deutsch als Zielsprachen
- Vorträge und Teilnahme an Kolloquien auf Tagungen, Konferenzen und Symposien besonders in Deutschland und Frankreich, aber auch in anderen Staaten der EU, in den mittel- und osteuropäischen Staaten (Zielsprache Deutsch) sowie in Asien
- Herausgabe des seit 1994 zweimal jährlich erscheinenden Informationsblattes "Quoi de neuf ? - Nouvelles bilingues", in Zusammenarbeit mit der Elternvereinigung und dem Förderverein (Auflage: 2500 Exemplare)
Fortbildung und Weiterbildung
- Lehrerfortbildungsveranstaltungen für Lehrpersonen aus allen Bundesländern sowie aus Frankreich, Belgien und der Schweiz (seit 1975)
- Vorträge und Ateliers (Workshops) auf Fortbildungsveranstaltungen anderer Träger besonders in Deutschland und Frankreich, aber auch in anderen Staaten (Belgien, Spanien, Polen, Russland)
Ideelle und finanzielle Unterstützung wird seit mehreren Jahren von der Französischen Botschaft gewährt, bei besonderen Projekten aber auch vom Deutsch-Französischen Jugendwerk, vom Auswärtigen Amt, von der Robert-Bosch-Stiftung, von verschiedenen Bundesländern und nachgeordneten Schulbehörden, von einer Vielzahl von Einzelpersonen aus dem Hochschul-, Schul- und Elternbereich sowie von Sponsoren aus der Wirtschaft.
Sie alle haben erkannt, dass Schulen mit bilingualem Bildungsgang Schulen für Europa sind und dass die Arbeitsgemeinschaft der Gymnasien mit zweisprachig deutsch-französischem Zug in Deutschland einen wichtigen Beitrag zum Bau eines partnerschaftlichen Europas ist.

Nando Mäsch
Vorsitzender , Ltd. Regierungsschuldirektor a.D.
T+AB+Fax: 02421 56616
Nando.Maesch@t-online.de

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Wichtige Termine 2001:
21. bis 23. März 2001: Lehrerfortbildung in Bad Honnef-Rhöndorf zum Thema Didaktik der neuen Medien im Unterricht des bilingual deutsch-französischen Bildungsgangs". Alle Lehrpersonen in Schulen mit bilingual deutsch-französischem Bildungsgang in Deutschland werden über die Schulleitungen schriftlich eingeladen, ebenso Einzelpersonen (an ihre Privatadresse), die in den Verteiler aufgenommen worden sind, weil sie ihr Interesse bekundet haben. Information: Nando.Maesch@t-online.de
09. bis 11. Mai 2001: Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft in NRW im Rahmen des Europäischen Jahres der Sprachen (EJS) in Köln (Gymnasium Kreuzgasse). Thema: Die sprachliche Zukunft Europas: Sprachenvielfalt. Eingeladen zur Teilnahme sind alle nordrhein-westfälischen Gymnasien mit bilingual deutsch-französischem Zug und deren Partnerschulen im nicht-englischsprachigen Ausland, insbesondere in West- und Osteuropa. In international zusammengesetzten Arbeitskreisen sollen Themen zur Förderung der sprachlichen und kulturellen Vielfalt Europas bearbeitet werden und in einer Diskussion mit Europa-Parlamentariern eine Resolution zur Stärkung der Sprachenvielfalt beschlossen werden. Information: paul.palmen@rhein-maas.fh-aachen.de
Die Arbeitsgemeinschaft veranstaltet gern auch in anderen Bundesländern etwas Vergleichbares, wenn eine dortige Schule mit zweisprachig deutsch-französischem Zug die Ausrichtung übernimmt. Der Stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Paul Palmen, stellt gern das savoir-faire zur Verfügung: paul.palmen@rhein-maas.fh-aachen.de
17. bis 22. September 2001: "Leipziger Treffen 2001", fünftes Deutsch-französisches Schülertreffen der Gymnasien mit zweisprachig deutsch-französischem Zug in Deutschland, Projekttreffen.
Thema der deutsch-französischen Projektarbeit: Leipzig - ville cosmopolite / Leipzig eine weltoffene Stadt.
Informationen:
>Veranstalterin: Arbeitsgemeinschaft der Gymnasien mit zweisprachig deutsch-französischem Zug in Deutschland
>Vorsitzender Nando Mäsch: Nando.Maesch@t-online.de
>Ausrichter: Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium in Leipzig
>Koordinator: Hanns-Christoph Lenz: reclamgym@aol.com
Responsable du site PajonIF@aol.com Dernières modifications [ 21/02/2001 ]
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